Beide Lampen leuchten etwa gleich hell. Der Unterschied steckt im Stromverbrauch, und der beträgt bei der LED nur ein Achtel – energieeffizient beleuchten funktioniert so einfach.
Beide Lampen leuchten etwa gleich hell. Der Unterschied steckt im Stromverbrauch, und der beträgt bei der LED nur ein Achtel – energieeffizient beleuchten funktioniert so einfach.
Am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, endet die Sommerzeit, und der Abend wird eine Stunde früher dunkel. Schon ab nächster Woche brennen die Lampen im Flur, in der Küche und im Wohnzimmer deutlich länger als im Sommer. Das fällt kaum auf, solange das Licht stimmt, und wirkt trotzdem auf Stromrechnung und Stimmung. Energieeffizient beleuchten gelingt mit drei Größen: Lumen für die Helligkeit, Kelvin für die Lichtfarbe und Watt für den Verbrauch. Wer sie zu lesen weiß, kauft einmal richtig und hat über Jahre Ruhe.
Energieeffizient beleuchten beginnt mit Lumen, nicht mit Watt
Die Wattzahl auf der Verpackung sagt bei LED-Lampen nur etwas über den Stromverbrauch aus, nicht über die Helligkeit. Für die Helligkeit zählt der Lichtstrom in Lumen. Eine klassische 60-Watt-Glühlampe leuchtete mit etwa 730 Lumen, eine 40-Watt-Lampe mit rund 430 und eine 75-Watt-Lampe mit etwa 900. Moderne LED erreichen diese Werte mit sieben bis neun, vier bis sechs und acht bis elf Watt.
Die Effizienz berechnen Sie, indem Sie den Lichtstrom in Lumen durch die Leistungsaufnahme in Watt teilen. Je höher der Wert, desto sparsamer ist die Lampe. LED-Lampen erreichen bei gleicher Helligkeit in der Regel eine deutlich geringere Leistungsaufnahme als Halogenlampen. Die Energieeffizienzklasse auf dem Label hilft beim Vergleich, spielt aber eine kleinere Rolle, denn LED-Lampen verbrauchen unabhängig von der Klasse wenig Strom.
Was der Austausch auf dem Konto bringt
Bei einem Strompreis von 37,0 Cent pro Kilowattstunde, dem BDEW-Durchschnitt für 2026, kostet eine 60-Watt-Glühlampe bei 1.000 Betriebsstunden im Jahr 22,20 Euro. Eine LED mit acht Watt und gleicher Helligkeit kommt auf 2,96 Euro. Die Ersparnis beträgt 19,24 Euro pro Lampe und Jahr. Eine LED kostet im Handel oft nur drei bis acht Euro, sie hat sich also nach wenigen Monaten bezahlt gemacht.
Bei Halogenspots fällt die Rechnung ähnlich aus. Ein GU10-Strahler mit 35 Watt verbraucht bei 800 Stunden 28 Kilowattstunden, das sind 10,36 Euro. Der LED-Ersatz mit 4,5 Watt kostet 1,33 Euro. Zehn Spots in Küche und Flur sparen damit rund 90 Euro im Jahr. Beim Tausch einer Halogenlampe gegen eine LED können Sie über mehrere Jahre Stromkosten sparen. Dazu kommt eine lange Lebensdauer.
Die Lichtfarbe entscheidet über die Stimmung
Die Farbtemperatur in Kelvin beschreibt, wie warm oder kühl das Licht wirkt. Niedrige Kelvinwerte stehen für warmes Licht, höhere Kelvinwerte für kühler wirkendes Licht. Je niedriger der Wert, desto gemütlicher erscheint das Licht. Höhere Blauanteile können das Licht kühler wirken lassen.

Für den Abend im Wohnzimmer und im Schlafzimmer passen etwa 2.700 Kelvin. In Küche, Arbeitszimmer und Bad am Spiegel arbeiten Sie mit 3.500 bis 4.000 Kelvin angenehm, weil dieses Licht Farben klarer zeigt. Achten Sie in einem Raum auf eine einheitliche Lichtfarbe, denn gemischtes Licht wirkt schnell unruhig. Bei Lampen mit einer guten Farbwiedergabe sehen Gesichter und Lebensmittel natürlicher aus.
Wie hell ein Raum sein sollte
Für die benötigte Helligkeit berücksichtigen Sie Raumgröße, Nutzung und mehrere Lichtquellen. Verteilen Sie die benötigte Helligkeit im Raum auf mehrere Lichtquellen. Diese Summe verteilen Sie auf mehrere Lichtquellen statt auf eine einzelne Deckenleuchte.
Eine Stehleuchte in der Leseecke, eine Wandleuchte am Sofa und ein Deckenspot am Esstisch erzeugen zusammen ein Licht, das Räume gliedert und trotzdem wenig Strom braucht. Das Schöne daran: Sie schalten nur dort ein, wo Sie gerade sind.
Licht gehört dorthin, wo man es braucht
Zonenlicht spart Strom, weil nicht der ganze Raum hell sein muss. Eine Unterbauleuchte über der Arbeitsfläche in der Küche beleuchtet die Schneidezone mit wenigen Watt, die Deckenleuchte darf aus bleiben. Im Flur, im Keller und im Treppenhaus übernehmen Präsenzmelder das Ausschalten, das sonst gern vergessen wird. Für Außenleuchten reicht eine Zeitschaltuhr oder ein Dämmerungsschalter.

Dimmen senkt den Verbrauch und verlängert die Lebensdauer, funktioniert bei LED jedoch nur mit gekennzeichneten dimmbaren Lampen und einem passenden Dimmer. Wer unsicher ist, lässt den Elektriker einen LED-tauglichen Dimmer einsetzen. Smarte Lampen wie Philips Hue White Ambiance oder IKEA TRÅDFRI schalten nach Zeitplan und lassen sich per App in Szenen fassen, zum Beispiel eine Abendstimmung mit 2.700 Kelvin. Im Standby verbrauchen sie weiterhin Strom.
Altlasten aussortieren und richtig entsorgen
Gehen Sie einmal durch jeden Raum und notieren Sie, wo noch Halogenlampen, Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen hängen. Ersetzen Sie sie schrittweise, und beginnen Sie bei den Lampen, die täglich am längsten brennen, etwa in Küche, Flur und Wohnzimmer.
Defekte Leuchtmittel gehören nicht in den Hausmüll. LED-Lampen enthalten Elektronik, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren Quecksilber. Geben Sie sie im Handel oder am Wertstoffhof ab. Für Leuchtstoffröhren können passende LED-Ersatzlösungen verwendet werden. Hier prüft der Elektriker vorab, ob das alte Vorschaltgerät entfernt werden muss.
Ein Abend mit besserem Licht
Wenn an diesem Sonntag die Dämmerung früher einsetzt, schalten Sie im Wohnzimmer eine Lampe ein, die wärmer wirkt als bisher und weniger Strom braucht als je zuvor. Im Flur geht das Licht von selbst wieder aus, und in der Küche leuchtet nur die Arbeitsfläche. Aus einem Wochenende mit Leiter und Verpackungsangaben wird so ein Winter, in dem Licht Stimmung macht und kaum noch auf der Rechnung auffällt.
Fotos: Textnetz, Generiert mit KI














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